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Mineralstofftabelle Obst: Mineralstoffe in Obstsorten pro 100 g

Mineralstofftabelle ObstObst ist nicht nur eine natürliche Quelle für Vitamine und Ballaststoffe – es liefert auch eine Reihe wichtiger Mineralstoffe, die der Körper für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt. Die Mineralstofftabelle für Obst gibt dir einen strukturierten Überblick darüber, wie viele Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen in den gängigsten Obstsorten pro 100 g stecken. Ob du gezielt bestimmte Mineralstoffe über die Ernährung aufnehmen möchtest, deine Versorgung kontrollieren willst oder einfach wissen möchtest, welches Obst mineralstoffmäßig besonders wertvoll ist – diese Übersicht hilft dir dabei.

Obst ist zwar im Vergleich zu Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten oder Nüssen keine Hauptquelle für Mineralstoffe – dennoch liefert es im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung täglich einen wertvollen Beitrag, insbesondere bei Kalium und Magnesium. Einige Obstsorten wie Avocado, Trockenfrüchte oder Granatapfel stechen dabei besonders hervor. Die folgende Tabelle und die begleitenden Erklärungen helfen dir, die Mineralstoffwerte realistisch einzuordnen und Obst gezielter in die tägliche Ernährung einzubauen.

Warum Mineralstoffe aus Obst so wertvoll sind

Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher regelmäßig über die Nahrung aufnehmen muss. Sie erfüllen vielfältige Aufgaben: Kalium reguliert den Blutdruck und ist wichtig für die Muskelfunktion, Magnesium wird für über 300 enzymatische Reaktionen benötigt und unterstützt Nerven und Muskeln, Calcium ist unverzichtbar für Knochen und Zähne, und Eisen ist essenziell für den Sauerstofftransport im Blut.

Obst liefert diese Mineralstoffe in einer Form, die der Körper gut verwerten kann – eingebettet in eine Matrix aus Wasser, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die die Aufnahme begünstigen können. Besonders Kalium ist in vielen Obstsorten reichlich vertreten und trägt bei regelmäßigem Verzehr spürbar zur Tagesversorgung bei. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich zwei bis drei Portionen Obst, was bereits einen relevanten Mineralstoffbeitrag liefert.

Trockenfrüchte verdienen in diesem Zusammenhang besondere Erwähnung: Durch den Wasserentzug konzentrieren sich alle Mineralstoffe auf weniger Gewicht, was pro 100 g deutlich höhere Werte ergibt als bei frischem Obst. Das macht Trockenfrüchte zu einer sehr konzentrierten Mineralstoffquelle – allerdings auch zu einer kalorienreichen, weshalb die Portionsgröße im Blick behalten werden sollte.

Mineralstofftabelle Obst – Mineralstoffe pro 100 g

Kalium und Magnesium in frischem Obst pro 100 g

Obstsorte Kalium ca. Magnesium ca. Einordnung
Avocado 485 mg 29 mg Kalium-Spitzenreiter unter frischen Früchten
Banane 358 mg 28 mg Klassische Kalium- und Magnesiumquelle
Granatapfel 236 mg 12 mg Guter Kaliumgehalt, reich an Antioxidantien
Kiwi 312 mg 17 mg Guter Kaliumgehalt, gleichzeitig reich an Vitamin C
Himbeeren 170 mg 22 mg Gutes Magnesium-Kalium-Verhältnis für eine Beere
Brombeeren 196 mg 20 mg Ähnlich wie Himbeeren, gute Mineralstoffbasis
Schwarze Johannisbeeren 322 mg 17 mg Überraschend kaliumreich für eine Beere
Erdbeeren 152 mg 13 mg Moderat, dafür sehr reich an Vitamin C
Aprikosen 320 mg 10 mg Guter Kaliumgehalt, reich an Beta-Carotin
Pfirsich 197 mg 9 mg Moderat bei Kalium, eher wasserreich
Pflaume / Zwetschge 240 mg 7 mg Solider Kaliumgehalt, kalorienarm
Apfel (mit Schale) 119 mg 5 mg Gering bei Mineralstoffen, punktet mit Pektin
Birne 130 mg 6 mg Ähnlich wie Apfel, moderat
Orange 181 mg 11 mg Moderat, sehr reich an Vitamin C und Folat
Grapefruit 148 mg 9 mg Eher gering bei Mineralstoffen
Mango 168 mg 10 mg Moderat, punktet mehr mit Vitamin C und A
Papaya 182 mg 21 mg Guter Magnesiumgehalt für eine tropische Frucht
Ananas 146 mg 13 mg Eher moderat bei Mineralstoffen
Wassermelone 112 mg 10 mg Gering – besteht zu über 90 % aus Wasser
Heidelbeeren 77 mg 6 mg Eher gering, punkten mit Antioxidantien
Feige (frisch) 232 mg 17 mg Gute Mineralstoffbasis, auch calciumreich für Obst
Passionsfrucht 348 mg 29 mg Hervorragend bei Kalium und Magnesium

Mineralstoffwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Reifegrad, Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung abweichen.

Calcium und Eisen in frischem Obst pro 100 g

Obstsorte Calcium ca. Eisen ca. Einordnung
Brombeeren 36 mg 0,8 mg Beste Calcium- und Eisenwerte unter den frischen Beeren
Himbeeren 25 mg 0,7 mg Gute Calcium- und Eisenquelle für Beeren
Schwarze Johannisbeeren 55 mg 1,3 mg Calcium-Spitzenreiter unter frischen Beeren
Feige (frisch) 35 mg 0,4 mg Für Obst überdurchschnittlich calciumreich
Aprikosen 15 mg 0,4 mg Moderat bei Calcium, gut bei Beta-Carotin
Orange 40 mg 0,1 mg Guter Calciumgehalt, Eisen sehr gering
Kiwi 34 mg 0,3 mg Solider Calciumgehalt für eine tropische Frucht
Avocado 12 mg 0,6 mg Moderat bei Calcium, besser bei Eisen
Granatapfel 10 mg 0,3 mg Eher gering, punktet mit Antioxidantien
Apfel 6 mg 0,1 mg Sehr gering bei Calcium und Eisen
Banane 5 mg 0,3 mg Calcium sehr gering, punktet mit Kalium
Passionsfrucht 12 mg 1,6 mg Eisen-Spitzenreiter unter den frischen Früchten

Mineralstoffwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Reifegrad, Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung abweichen.

Mineralstoffe in getrockneten Früchten pro 100 g

Trockenobst Kalium ca. Magnesium ca. Calcium ca. Eisen ca.
Getrocknete Aprikosen 1370 mg 32 mg 55 mg 4,4 mg
Dörrpflaumen 745 mg 41 mg 43 mg 0,9 mg
Getrocknete Feigen 680 mg 68 mg 162 mg 3,0 mg
Getrocknete Datteln 652 mg 43 mg 39 mg 1,0 mg
Rosinen 749 mg 32 mg 28 mg 1,8 mg

Mineralstoffwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Hersteller, Reifegrad, Lagerung und Verarbeitung abweichen.

Kalium: Der wichtigste Mineralstoff im Obst

Kalium ist der Mineralstoff, den Obst am reichlichsten liefert. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks, der Funktion von Muskeln und Nerven sowie dem Flüssigkeitshaushalt im Körper. Der empfohlene Tagesbedarf für Erwachsene liegt laut DGE bei rund 4000 mg – ein Wert, der über die normale Ernährung aus Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Lebensmitteln gut erreichbar ist.

Unter den frischen Früchten sticht die Avocado mit rund 485 mg Kalium pro 100 g als Spitzenreiter hervor, gefolgt von Passionsfrucht, Banane und schwarzen Johannisbeeren. Eine mittelgroße Banane (ca. 120 g ohne Schale) liefert bereits rund 430 mg Kalium – also über 10 % des Tagesbedarfs. Wer regelmäßig Obst isst, trägt damit deutlich zur Kaliumversorgung bei, insbesondere in Kombination mit kaliumreichem Gemüse wie Kartoffeln, Spinat oder Tomaten.

Magnesium: Unterschätzt, aber wertvoll

Magnesium wird für hunderte enzymatische Reaktionen im Körper benötigt – von der Energiegewinnung über die Proteinsynthese bis hin zur Regulierung des Nervensystems. Der Tagesbedarf liegt laut DGE bei 300–350 mg für Erwachsene. Obst allein kann diesen Bedarf nicht decken, leistet aber einen soliden Beitrag.

Avocado und Passionsfrucht sind mit rund 29 mg Magnesium pro 100 g die magnesiumreichsten frischen Früchte in dieser Übersicht. Banane, Himbeeren und Papaya folgen mit 20–28 mg. Im Vergleich zu Nüssen, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten sind das moderate Werte – in der Kombination mit anderen pflanzlichen Lebensmitteln ergibt sich jedoch ein sinnvoller täglicher Beitrag. Besonders getrocknete Feigen und Datteln fallen mit deutlich höheren Magnesiumwerten auf und können als konzentrierte Ergänzung dienen.

Calcium und Eisen: Obst als Ergänzung, nicht als Hauptquelle

Bei Calcium und Eisen ist Obst im Vergleich zu anderen Lebensmittelgruppen eher eine Ergänzungsquelle. Milchprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse liefern diese Mineralstoffe in deutlich größeren Mengen. Dennoch gibt es einige Obstsorten, die positiv auffallen: Schwarze Johannisbeeren liefern rund 55 mg Calcium pro 100 g, getrocknete Feigen sogar beeindruckende 162 mg. Bei Eisen stechen Passionsfrüchte mit rund 1,6 mg und getrocknete Aprikosen mit 4,4 mg pro 100 g hervor.

Wichtig beim Thema Eisen aus Obst: Pflanzliches Eisen (sogenanntes Nicht-Häm-Eisen) wird vom Körper schlechter aufgenommen als das Häm-Eisen aus Fleisch. Die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C – das in vielen Obstsorten reichlich vorhanden ist – verbessert die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Quellen jedoch deutlich. Wer also eisenreiche pflanzliche Mahlzeiten mit Obst oder einem Glas Orangensaft kombiniert, kann die Bioverfügbarkeit des Eisens spürbar erhöhen.

Trockenfrüchte als konzentrierte Mineralstoffquelle

Getrocknete Aprikosen, Feigen, Dörrpflaumen, Datteln und Rosinen liefern pro 100 g ein Vielfaches der Mineralstoffmengen ihrer frischen Pendants. Getrocknete Aprikosen kommen auf beeindruckende 1370 mg Kalium pro 100 g, getrocknete Feigen auf 162 mg Calcium und 68 mg Magnesium. Diese Konzentration entsteht durch den Wasserentzug beim Trocknungsprozess – die Mineralstoffe bleiben vollständig erhalten, verteilen sich aber auf viel weniger Gewicht.

Für die Praxis bedeutet das: Schon eine kleine Handvoll Trockenfrüchte (ca. 30 g) kann einen nennenswerten Mineralstoffbeitrag leisten. Gleichzeitig enthält diese Portion aber auch entsprechend konzentrierten Zucker und Kalorien. Trockenfrüchte eignen sich daher besonders gut als gezielte Ergänzung – etwa als Topping auf Müsli oder Joghurt – und weniger als unbegrenzte Snackalternative.

Praktische Tipps zur mineralstoffreichen Obst-Auswahl

Wer Obst gezielt als Mineralstoffquelle nutzen möchte, profitiert von einer bewussten Auswahl. Für Kalium sind Avocado, Banane, Passionsfrucht und schwarze Johannisbeeren die besten frischen Optionen. Für Magnesium empfehlen sich Avocado, Passionsfrucht, Banane und Himbeeren. Wer auf Calcium aus Obst setzen möchte, greift am besten zu schwarzen Johannisbeeren, Orangen, Kiwi oder getrockneten Feigen. Und wer pflanzliches Eisen aus Obst aufnehmen möchte, kombiniert am besten eisenreiches Obst wie Passionsfrucht oder getrocknete Aprikosen mit vitamin-C-reichen Früchten wie Kiwi, Erdbeeren oder Orangen – das verbessert die Eisenaufnahme erheblich.

Die mineralstoffreichsten Obstsorten im Überblick (frisch, pro 100 g)

  1. Avocado – Kalium-Spitzenreiter (ca. 485 mg) und gut bei Magnesium (ca. 29 mg)
  2. Passionsfrucht – sehr gut bei Kalium (ca. 348 mg), Magnesium (ca. 29 mg) und Eisen (ca. 1,6 mg)
  3. Banane – klassische Kaliumquelle (ca. 358 mg), solides Magnesium (ca. 28 mg)
  4. Schwarze Johannisbeeren – gut bei Kalium (ca. 322 mg), Calcium-Spitzenreiter unter den Beeren (ca. 55 mg)
  5. Kiwi – gutes Kalium (ca. 312 mg), solides Calcium (ca. 34 mg)
  6. Aprikosen – gutes Kalium (ca. 320 mg), reich an Beta-Carotin
  7. Brombeeren – beste Calcium- und Eisenwerte unter den frischen Beeren
  8. Orange – überdurchschnittliches Calcium für Obst (ca. 40 mg)
  9. Feige (frisch) – für Obst sehr calciumreich (ca. 35 mg)
  10. Himbeeren – gutes Magnesium (ca. 22 mg) und Calcium (ca. 25 mg) für eine Beere

FAQ – Mineralstofftabelle Obst

Welches Obst hat die meisten Mineralstoffe?

Das hängt vom jeweiligen Mineralstoff ab. Bei Kalium führt die Avocado mit rund 485 mg pro 100 g, gefolgt von Passionsfrucht und Banane. Avocado und Passionsfrucht liegen bei Magnesium vorn. Bei Calcium sticht schwarze Johannisbeere hervor, bei Eisen die Passionsfrucht. Unter den Trockenfrüchten sind getrocknete Aprikosen bei Kalium und Eisen sowie getrocknete Feigen bei Calcium und Magnesium die Spitzenreiter.

Kann man seinen täglichen Magnesiumbedarf durch Obst decken?

Obst allein reicht in der Regel nicht aus, um den täglichen Magnesiumbedarf von 300–350 mg zu decken. Frische Früchte liefern pro 100 g etwa 5–29 mg Magnesium – deutlich weniger als Nüsse, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte. Obst leistet aber einen wertvollen ergänzenden Beitrag, insbesondere Avocado, Passionsfrucht und Banane. In Kombination mit anderen magnesiumreichen Lebensmitteln lässt sich der Tagesbedarf gut erreichen.

Warum haben Trockenfrüchte so viel mehr Mineralstoffe als frisches Obst?

Beim Trocknen wird dem Obst ein Großteil des Wassers entzogen. Da Wasser keine Mineralstoffe enthält, aber das Gesamtgewicht erheblich ausmacht, konzentrieren sich die Mineralstoffe auf die verbleibende Trockenmasse. Die absolute Mineralstoffmenge bleibt gleich – pro 100 g ergibt sich aber ein deutlich höherer Wert als beim frischen Obst. Gleichzeitig konzentriert sich auch der Zucker, weshalb Trockenfrüchte kalorienreicher sind als frische Früchte.

Hilft Obst bei der Eisenversorgung?

Direkt ist Obst keine besonders ergiebige Eisenquelle – die Werte sind mit 0,1–1,6 mg pro 100 g bei frischen Früchten eher moderat. Indirekt leistet Obst jedoch einen wichtigen Beitrag: Vitamin C, das in Obst wie Kiwi, Erdbeeren, Orangen und schwarzen Johannisbeeren sehr reichlich vorhanden ist, verbessert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln erheblich. Wer eisenreiche Mahlzeiten mit vitamin-C-reichem Obst kombiniert, kann die Eisenaufnahme deutlich steigern.

Ist die Avocado wirklich eine Frucht und lohnt sie sich als Mineralstoffquelle?

Ja, die Avocado ist botanisch eine Frucht – genauer gesagt eine Beere. Als Mineralstoffquelle lohnt sie sich durchaus: Mit rund 485 mg Kalium und 29 mg Magnesium pro 100 g gehört sie zu den mineralstoffreichsten frischen Früchten überhaupt. Gleichzeitig liefert sie wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und B-Vitamine. Ihr höherer Kaloriengehalt von rund 160 kcal pro 100 g sollte bei der Portionsplanung berücksichtigt werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Über diesen Artikel

Dieser Artikel wurde redaktionell erstellt und sorgfältig auf Verständlichkeit, sachliche Richtigkeit und praktische Nutzbarkeit geprüft. Die Mineralstoffangaben dienen als Orientierung und können je nach Sorte, Reifegrad, Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung abweichen.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand der Informationen: Juni 2026