Zum Inhalt springen
Start » Mineralstoffe Tabelle für Gemüse: Mineralstoffe der Gempsesorten in der Übersicht

Mineralstoffe Tabelle für Gemüse: Mineralstoffe der Gempsesorten in der Übersicht

Mineralstoffe Tabelle für GemüseEine Mineralstoffe Tabelle für Gemüse hilft dabei, verschiedene Gemüsesorten nicht nur nach Kalorien, Kohlenhydraten, Vitaminen oder Ballaststoffen zu bewerten, sondern auch nach ihrem Beitrag zur Mineralstoffversorgung. Gemüse liefert je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Phosphor, Natrium und weiteren Spurenelementen. Besonders interessant sind grüne Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohl und Feldsalat, Kohlgemüse wie Brokkoli, Rosenkohl und Kohlrabi, Wurzelgemüse wie Karotten, Rote Bete, Sellerie und Pastinaken sowie Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen.

Die Benutzung einer Mineralstoffe Tabelle für Gemüse besonders sinnvoll, weil viele Menschen Lebensmittel nicht nur nach Energiegehalt, sondern auch nach Nährstoffdichte vergleichen möchten. Während Gemüse häufig als kalorienarm wahrgenommen wird, liefert es zugleich wichtige Mikronährstoffe. Kalium ist in vielen Gemüsearten enthalten und spielt für den Flüssigkeitshaushalt und die normale Muskelfunktion eine Rolle. Magnesium kommt unter anderem in grünem Gemüse, Hülsenfrüchten und einigen Samen vor. Calcium findet sich nicht nur in Milchprodukten, sondern auch in bestimmten grünen Gemüsearten. Eisen ist in pflanzlichen Lebensmitteln ebenfalls enthalten, wird vom Körper aber anders aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln.

Wichtig ist: Mineralstoffwerte schwanken je nach Sorte, Boden, Anbauweise, Reifegrad, Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung. Eine Tabelle kann daher immer nur Durchschnittswerte oder typische Mineralstoff-Schwerpunkte darstellen. Sie sollte nicht als exakte Laboranalyse einer einzelnen Portion verstanden werden, sondern als praktische Orientierung für den Alltag. Wer Gemüse abwechslungsreich auswählt und regelmäßig mit Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und anderen pflanzlichen Lebensmitteln kombiniert, kann seine Mineralstoffzufuhr deutlich verbessern.

Warum Mineralstoffe in Gemüse wichtig sind

Mineralstoffe sind lebensnotwendige Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie müssen regelmäßig über die Ernährung aufgenommen werden. Im Unterschied zu Vitaminen sind Mineralstoffe anorganische Verbindungen. Sie bleiben bei Hitze grundsätzlich stabiler als viele Vitamine, können aber beim Kochen teilweise ins Kochwasser übergehen. Deshalb ist die Zubereitung auch bei Mineralstoffen relevant, vor allem wenn Gemüse lange in viel Wasser gekocht und das Kochwasser anschließend weggeschüttet wird.

Gemüse kann je nach Sorte verschiedene Mineralstoffe beitragen. Kalium ist besonders breit vertreten und kommt in Kartoffeln, Spinat, Mangold, Kohl, Tomaten, Hülsenfrüchten und vielen weiteren pflanzlichen Lebensmitteln vor. Magnesium findet sich unter anderem in grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten und einigen stärker nährstoffreichen Gemüsearten. Calcium ist in grünen Blattgemüsen, Kohlarten und Kräutern nennenswert enthalten. Eisen kommt unter anderem in Spinat, Mangold, Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Erbsen und grünem Gemüse vor.

Mineralstoffe Tabelle Gemüse pro 100 g

Die folgende Tabelle zeigt typische Mineralstoff-Schwerpunkte beliebter Gemüsesorten, Hülsenfrüchte und gemüsenaher Lebensmittel. Die Angaben sind als Orientierung formuliert, weil Mineralstoffgehalte je nach Sorte, Herkunft, Boden, Wassergehalt, Verarbeitung und Zubereitung schwanken können. Bei Hülsenfrüchten beziehen sich die Angaben auf gekochte beziehungsweise verzehrfertige Ware, da diese Form im Alltag am häufigsten verwendet wird.

Mineralstoffe Tabelle Gemüse pro 100 g

Gemüse Wichtige Mineralstoffe Einordnung
Spinat Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium grünes Blattgemüse mit breitem Mineralstoffprofil
Mangold Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen mineralstoffreiches Blattgemüse, ähnlich wie Spinat verwendbar
Grünkohl Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen nährstoffreiches Kohlgemüse mit viel Calcium
Feldsalat Kalium, Eisen, Magnesium leichtes Blattgemüse mit nennenswerten Mikronährstoffen
Rucola Calcium, Kalium, Magnesium würziger Salat, mineralstoffreicher als viele Blattsalate
Blattsalat Kalium, geringe Mengen Magnesium wasserreich, eher moderater Mineralstoffgehalt
Brokkoli Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen beliebtes Kohlgemüse mit guter Nährstoffdichte
Rosenkohl Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium mineralstoffreiches Wintergemüse
Blumenkohl Kalium, Magnesium, Phosphor mildes Kohlgemüse mit moderatem Mineralstoffprofil
Kohlrabi Kalium, Magnesium, Calcium mildes Kohlgemüse, roh und gekocht beliebt
Weißkohl Kalium, Calcium, Magnesium klassisches Kohlgemüse, vielseitig verwendbar
Rotkohl Kalium, Calcium, Magnesium farbstoffreiches Kohlgemüse mit moderatem Mineralstoffprofil
Wirsing Kalium, Calcium, Magnesium kräftiges Kohlgemüse für Eintöpfe und Beilagen
Sauerkraut Kalium, Calcium, Natrium fermentierter Kohl, häufig salzreicher
Kartoffeln, gekocht Kalium, Magnesium, Phosphor wichtige Kaliumquelle im Alltag, besonders bei größeren Portionen
Süßkartoffeln Kalium, Magnesium, Calcium stärkehaltiges Gemüse mit gutem Kaliumgehalt
Karotten Kalium, Calcium, Magnesium alltagstaugliches Wurzelgemüse mit moderaten Mineralstoffen
Pastinaken Kalium, Magnesium, Phosphor sättigendes Wurzelgemüse mit gutem Mineralstoffprofil
Rote Bete Kalium, Magnesium, Eisen erdig-süßes Gemüse mit nennenswertem Kaliumanteil
Sellerieknolle Kalium, Calcium, Magnesium aromatisches Wurzelgemüse für Suppen und Pürees
Schwarzwurzel Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium mineralstoff- und ballaststoffreiches Wurzelgemüse
Topinambur Kalium, Eisen, Magnesium knollenartiges Gemüse mit besonderer Zusammensetzung
Paprika, rot Kalium, Magnesium vitaminreich, mineralstoffmäßig eher moderat
Paprika, grün Kalium, Magnesium wasserreiches Fruchtgemüse mit moderatem Mineralstoffprofil
Tomaten Kalium, Magnesium alltagstauglich, besonders als regelmäßige Gemüsekomponente
Gurke Kalium in kleiner Menge sehr wasserreich, kein Mineralstoff-Spitzenreiter
Zucchini Kalium, Magnesium leichtes Fruchtgemüse mit moderaten Mineralstoffmengen
Aubergine Kalium, Magnesium mineralstoffmäßig moderat, Zubereitung entscheidend
Kürbis Kalium, Magnesium je nach Sorte unterschiedlich
Hokkaido-Kürbis Kalium, Magnesium, Eisen fester Kürbis mit besserer Nährstoffdichte als sehr wasserreiche Sorten
Spargel Kalium, Phosphor, Magnesium saisonales Gemüse mit moderatem Mineralstoffprofil
Lauch Kalium, Calcium, Magnesium würziges Gemüse für Suppen und Pfannen
Zwiebeln Kalium, Calcium in kleinen Mengen meist in kleineren Mengen verwendet
Knoblauch Kalium, Phosphor, Calcium pro 100 g interessant, typische Portion aber sehr klein
Champignons Kalium, Phosphor, Selen Pilze, häufig wie Gemüse verwendet
Erbsen, gegart Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor stärke- und eiweißreicher als viele Gemüsearten
Grüne Bohnen Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen moderates Mineralstoffprofil, gegart verzehren
Linsen, gekocht Eisen, Magnesium, Kalium, Zink, Phosphor Hülsenfrucht mit hoher Mineralstoffdichte
Kichererbsen, gekocht Eisen, Magnesium, Kalium, Zink, Phosphor sättigende Hülsenfrucht mit vielen Mineralstoffen
Kidneybohnen, gekocht Kalium, Eisen, Magnesium, Zink mineralstoffreiche Hülsenfrucht für Eintöpfe und Bowls
Weiße Bohnen, gekocht Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium mineralstoff- und ballaststoffreich
Petersilie Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium sehr nährstoffreiches Küchenkraut, typische Portion klein

Mineralstoffwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Hersteller, Rezeptur, Boden, Reifegrad, Wassergehalt, Verarbeitung, Zubereitung und Portionsgröße abweichen.

Kalium in Gemüse: Besonders wichtig bei Kartoffeln, Blattgemüse und Hülsenfrüchten

Kalium gehört zu den Mineralstoffen, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Gemüse kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, besonders wenn regelmäßig größere Portionen gegessen werden. Kartoffeln, Spinat, Mangold, Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Tomaten, Kohlrabi, Brokkoli, Hülsenfrüchte und einige Wurzelgemüsearten enthalten nennenswerte Mengen. Da Gemüse oft in Mengen von 200 bis 300 Gramm oder mehr gegessen wird, kann sich der Kaliumbeitrag einer Mahlzeit deutlich summieren.

Besonders alltagstauglich sind Kartoffeln und Gemüsegerichte mit grünen oder stärkehaltigen Komponenten. Eine Mahlzeit aus Kartoffeln, Brokkoli und Linsen liefert nicht nur Kalium, sondern auch Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß, Magnesium und weitere Mikronährstoffe. Wer kaliumreiche Gemüsearten gezielt einbauen möchte, sollte nicht nur an einzelne Spitzenwerte denken, sondern an regelmäßig verzehrte Lebensmittel. Eine kleinere Menge Petersilie kann zwar mineralstoffreich sein, eine größere Portion Kartoffeln oder Spinat ist im Alltag aber oft relevanter.

Magnesium in Gemüse: Grünes Gemüse und Hülsenfrüchte im Fokus

Magnesium kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Bei Gemüse sind vor allem grüne Blattgemüse, Hülsenfrüchte und einige Wurzelgemüse interessant. Spinat, Mangold, Grünkohl, Feldsalat, Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Pastinaken können zur Versorgung beitragen. Auch wenn Nüsse, Samen und Vollkornprodukte häufig magnesiumreicher sind als Gemüse, ergänzt Gemüse die tägliche Aufnahme sinnvoll.

Magnesium ist in der Ernährung vor allem deshalb wichtig, weil es an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Für eine gute Versorgung zählt nicht ein einzelnes Lebensmittel, sondern die Summe vieler magnesiumhaltiger Zutaten. Ein Gericht aus Vollkornreis, Gemüse und Hülsenfrüchten kann daher deutlich mehr beitragen als ein einzelnes wasserreiches Gemüse. Wer sein Gemüse mit Nüssen, Saaten oder Vollkornbeilagen kombiniert, verbessert die Mineralstoffdichte der gesamten Mahlzeit.

Calcium aus Gemüse: Grünkohl, Brokkoli, Rucola und andere grüne Sorten

Calcium wird häufig zuerst mit Milchprodukten verbunden. Dennoch können auch bestimmte Gemüsearten nennenswerte Mengen liefern. Besonders grüne Blattgemüse und Kohlgemüse wie Grünkohl, Brokkoli, Rucola, Mangold, Spinat, Weißkohl, Wirsing und Kohlrabi sind interessant. Auch Kräuter wie Petersilie enthalten viele Mineralstoffe, werden allerdings meist in kleinen Mengen gegessen.

Bei Calcium aus Gemüse ist nicht nur die Menge entscheidend, sondern auch die Verfügbarkeit. Einige Gemüsearten enthalten Oxalsäure, die die Calciumaufnahme verringern kann. Spinat und Mangold enthalten zwar Calcium, aber auch Oxalsäure. Andere Gemüsearten wie Grünkohl oder Brokkoli können daher im Alltag als günstigere pflanzliche Calciumquellen gelten. Eine abwechslungsreiche Auswahl ist sinnvoll, statt sich nur auf ein einzelnes Gemüse zu konzentrieren.

Eisen in Gemüse und Hülsenfrüchten

Eisen kommt auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor, allerdings als sogenanntes Nicht-Häm-Eisen. Dieses wird vom Körper anders aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Gemüsearten wie Spinat, Mangold, Grünkohl, Feldsalat, Rote Bete und Petersilie können Eisen liefern, besonders relevant sind jedoch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen. Sie enthalten neben Eisen auch Eiweiß, Ballaststoffe, Magnesium und Zink.

Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen kann durch Vitamin C verbessert werden. Deshalb ist eine Kombination aus eisenhaltigen pflanzlichen Lebensmitteln und vitamin-C-reichem Gemüse sinnvoll. Beispiele sind Linsensalat mit Paprika, Bohnen-Eintopf mit Kohlrabi oder Kichererbsen-Bowl mit Brokkoli und Zitronensaft. Umgekehrt können bestimmte Stoffe wie Phytate aus Getreide und Hülsenfrüchten die Eisenaufnahme beeinflussen. Das bedeutet nicht, dass diese Lebensmittel ungünstig sind, sondern nur, dass die gesamte Kombination der Mahlzeit eine Rolle spielt.

Zink, Phosphor und weitere Mineralstoffe

Neben Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen spielen auch Zink, Phosphor und weitere Spurenelemente eine Rolle. Zink findet sich in höheren Mengen vor allem in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen, aber auch Gemüse kann zur Gesamtversorgung beitragen. Phosphor ist in vielen eiweißhaltigen Lebensmitteln enthalten, darunter Hülsenfrüchte und einige Gemüsearten. Selen kann je nach Boden und Lebensmittel unterschiedlich stark vertreten sein; Pilze können hier je nach Art und Herkunft interessant sein.

Für eine praktische Mineralstoffe Tabelle für Gemüse ist es daher sinnvoll, nicht jedes Spurenelement einzeln in Zahlen aufzuschlüsseln, sondern die wichtigsten Schwerpunkte je Lebensmittel zu nennen. Wer sehr gezielt einen bestimmten Mineralstoff erhöhen möchte, sollte immer die gesamte Ernährung betrachten. Gemüse ist ein wichtiger Baustein, aber nicht die einzige Quelle. Besonders Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, Milchprodukte, Fisch oder Fleisch können je nach Mineralstoff ebenfalls eine Rolle spielen.

Gemüse mit besonders vielen Mineralstoffen im Überblick

Besonders mineralstoffreiche Gemüse und Hülsenfrüchte

  1. Linsen – Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und Phosphor
  2. Kichererbsen – Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und Phosphor
  3. Bohnen – Kalium, Eisen, Magnesium und Zink
  4. Spinat – Kalium, Magnesium, Eisen und Calcium
  5. Mangold – Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen
  6. Grünkohl – Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen
  7. Brokkoli – Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen
  8. Kartoffeln – besonders alltagstaugliche Kaliumquelle

Diese Übersicht zeigt, dass mineralstoffreiche Gemüse nicht nur aus einer Gruppe stammen. Hülsenfrüchte liefern besonders viele Mineralstoffe und gleichzeitig Ballaststoffe und Eiweiß. Grünes Blattgemüse und Kohlgemüse sind ebenfalls wertvoll. Kartoffeln sind zwar nicht bei jedem Mineralstoff Spitzenreiter, können aber durch ihre übliche Portionsgröße relevant sein.

Wasserreiches Gemüse: Mineralstoffarm, aber trotzdem sinnvoll

Gurke, Zucchini, Blattsalat, Tomaten und Auberginen enthalten pro 100 Gramm oft weniger Mineralstoffe als Hülsenfrüchte, Kohl oder Blattgemüse. Das liegt vor allem am hohen Wasseranteil. Trotzdem sind diese Gemüsearten sinnvoll. Sie liefern Volumen, Frische, Geschmack und je nach Sorte Vitamine oder sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem können sie helfen, Mahlzeiten kalorienbewusst zu vergrößern.

Eine ausgewogene Ernährung besteht nicht nur aus den mineralstoffreichsten Lebensmitteln. Ein großer Salat mit Gurke, Tomate, Paprika, Feldsalat und Kichererbsen kann mineralstoffreicher sein als die einzelnen wasserreichen Bestandteile allein. Genau hier liegt der praktische Nutzen: Wasserreiches Gemüse bildet die Basis, mineralstoffreichere Zutaten ergänzen die Nährstoffdichte.

Roh oder gekocht: Was passiert mit Mineralstoffen?

Mineralstoffe sind hitzestabiler als viele Vitamine. Sie werden durch Kochen nicht einfach zerstört. Allerdings können sie ins Kochwasser übergehen. Wenn Gemüse lange in viel Wasser gekocht und das Wasser anschließend weggeschüttet wird, können Mineralstoffverluste entstehen. Schonendere Zubereitungsarten wie Dünsten, Dämpfen oder kurzes Garen mit wenig Wasser können helfen, Mineralstoffe besser in der Mahlzeit zu erhalten.

Bei Suppen und Eintöpfen ist der Effekt weniger problematisch, weil das Kochwasser mitgegessen wird. Eine Gemüsesuppe aus Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Lauch und Hülsenfrüchten kann daher viele Mineralstoffe enthalten. Auch Ofengemüse ist sinnvoll, wenn nicht übermäßig viel Fett verwendet wird. Bei Tiefkühlgemüse kommt es auf eine schonende Zubereitung an. Es sollte nicht unnötig lange gekocht werden.

Hülsenfrüchte als mineralstoffreiche Ergänzung zu Gemüse

Hülsenfrüchte werden in vielen Küchen wie Gemüse verwendet, sind aber ernährungsphysiologisch eine eigene Lebensmittelgruppe. Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen liefern oft deutlich mehr Mineralstoffe als wasserreiche Gemüsearten. Sie enthalten Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und Phosphor und bringen gleichzeitig Eiweiß und Ballaststoffe mit. Deshalb sind sie besonders wertvoll in vegetarischen und veganen Ernährungsformen.

Wer Gemüsegerichte mineralstoffreicher machen möchte, kann Hülsenfrüchte regelmäßig einbauen. Linsen passen in Suppen und Salate, Kichererbsen in Bowls und Eintöpfe, Bohnen in Chili, Salate oder Gemüsepfannen. Auch Erbsen sind eine einfache Ergänzung für Reisgerichte, Pasta, Suppen oder Gemüsebeilagen. Durch diese Kombination steigt nicht nur der Mineralstoffgehalt, sondern meist auch die Sättigung.

Mineralstoffe und Bioverfügbarkeit: Warum Kombinationen zählen

Nicht jeder Mineralstoff wird aus jedem Lebensmittel gleich gut aufgenommen. Bei pflanzlichem Eisen spielt Vitamin C eine wichtige Rolle, weil es die Aufnahme verbessern kann. Deshalb ist es sinnvoll, eisenhaltige Gemüse oder Hülsenfrüchte mit Paprika, Brokkoli, Kohlrabi, Zitrone oder anderen vitamin-C-reichen Lebensmitteln zu kombinieren. Calcium kann durch bestimmte Pflanzenstoffe wie Oxalsäure gebunden werden, weshalb stark oxalsäurehaltige Gemüse nicht die einzige Calciumquelle sein sollten.

Auch die Zubereitung beeinflusst die Verfügbarkeit. Einweichen, Keimen, Fermentieren und Kochen können bei bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln die Verträglichkeit und Nährstoffverfügbarkeit verbessern. Bei Hülsenfrüchten ist ausreichendes Garen besonders wichtig. Gemüse sollte so zubereitet werden, dass es gut verträglich ist und regelmäßig gegessen wird. Eine theoretisch mineralstoffreiche Sorte bringt wenig, wenn sie kaum auf dem Teller landet.

So nutzt du die Mineralstoffe Tabelle für Gemüse richtig

Die Mineralstoffe Tabelle für Gemüse bietet einen hervorragenden Überblick über den Mineralstoffgehalt der einzelen Gemüsesorten. Wenn du besonders kaliumreiche Gemüse suchst, sind Kartoffeln, Spinat, Mangold, Tomaten, Kohlgemüse und Hülsenfrüchte gute Ausgangspunkte. Wenn du mehr Magnesium und Eisen berücksichtigen möchtest, sind Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Spinat, Mangold, Grünkohl und Erbsen interessant. Für Calcium können Grünkohl, Brokkoli, Rucola, Kohl und bestimmte Blattgemüse eine Rolle spielen.

Für den Alltag ist Vielfalt wichtiger als ein einzelner Spitzenwert. Eine mineralstoffreiche Mahlzeit kann zum Beispiel aus Kartoffeln, Brokkoli, Linsen und einem frischen Paprikasalat bestehen. Eine andere Möglichkeit ist eine Bowl mit Kichererbsen, Spinat, Tomaten, Kürbis und Vollkornbeilage. So ergänzen sich verschiedene Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und Eiweißquellen.

FAQ – Mineralstoffe Tabelle für Gemüse

Welches Gemüse enthält besonders viele Mineralstoffe?

Besonders mineralstoffreich sind Spinat, Mangold, Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Kartoffeln, Schwarzwurzeln und Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen. Sie liefern je nach Sorte Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Zink und Phosphor.

Welches Gemüse enthält viel Kalium?

Kalium steckt in vielen Gemüsesorten. Besonders interessant sind Kartoffeln, Spinat, Mangold, Grünkohl, Tomaten, Kohlrabi, Brokkoli, Rosenkohl und Hülsenfrüchte.

Welches Gemüse liefert Calcium?

Calcium findet sich unter anderem in Grünkohl, Brokkoli, Rucola, Mangold, Spinat, Kohlarten und Petersilie. Bei manchen Blattgemüsen kann Oxalsäure die Aufnahme beeinflussen.

Enthält Gemüse Eisen?

Ja, pflanzliches Eisen kommt unter anderem in Spinat, Mangold, Grünkohl, Feldsalat, Rote Bete und besonders in Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen vor. Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern.

Gehen Mineralstoffe beim Kochen verloren?

Mineralstoffe sind hitzestabil, können aber teilweise ins Kochwasser übergehen. Schonendes Garen mit wenig Wasser oder die Verwendung des Kochwassers in Suppen und Saucen kann helfen, Mineralstoffe besser zu erhalten.

Quellen und weiterführende Informationen

Über diesen Artikel

Dieser Artikel wurde redaktionell erstellt und sorgfältig auf Verständlichkeit, sachliche Richtigkeit und praktische Nutzbarkeit geprüft. Die Mineralstoffangaben dienen als Orientierung und können je nach Gemüsesorte, Hersteller, Rezeptur, Boden, Reifegrad, Wassergehalt, Verarbeitung, Zubereitung und Portionsgröße abweichen.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand der Informationen: Juni 2026