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Spurenelemente Tabelle für Gemüse: Gemüsesorten in der Übersicht

Spurenelemente Tabelle für GemüseEine Spurenelemente Tabelle für Gemüse hilft dabei, Gemüse nicht nur nach Kalorien, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen zu bewerten, sondern auch nach seinem Beitrag zur Versorgung mit wichtigen Spurenelementen. Spurenelemente werden vom Körper nur in sehr kleinen Mengen benötigt, sind aber dennoch lebensnotwendig. Dazu gehören unter anderem Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Jod, Chrom und Molybdän. Gemüse kann je nach Sorte und Herkunft unterschiedliche Mengen dieser Mikronährstoffe liefern. Besonders interessant sind grüne Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Feldsalat und Grünkohl, Kohlgemüse wie Brokkoli und Rosenkohl, Wurzelgemüse wie Rote Bete, Karotten, Schwarzwurzeln und Sellerie sowie Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen.

Eine Spurenelemente Tabelle für Gemüse ist besonders sinnvoll, weil viele Menschen ihre Ernährung nicht nur nach Energiegehalt, sondern auch nach Nährstoffdichte beurteilen möchten. Während klassische Kalorientabellen zeigen, wie viel Energie ein Lebensmittel liefert, macht eine Spurenelemente-Übersicht sichtbar, welche Gemüsearten einen besonderen Beitrag zu Eisen, Zink, Kupfer, Mangan oder Selen leisten können. Dabei ist wichtig: Gemüse ist nicht bei jedem Spurenelement die stärkste Quelle. Jod findet sich beispielsweise vor allem in Seefisch, Meeresprodukten, Milchprodukten, Eiern oder jodiertem Speisesalz, während Selen stark vom Boden und der Herkunft abhängig ist. Trotzdem können Gemüse und Hülsenfrüchte in einer abwechslungsreichen Ernährung einen relevanten Beitrag leisten.

Die Werte einzelner Spurenelemente schwanken stärker als viele Kalorien- oder Makronährstoffangaben. Der Gehalt hängt unter anderem von Boden, Anbaugebiet, Sorte, Reifegrad, Wassergehalt, Verarbeitung und Zubereitung ab. Diese Tabelle ist deshalb als praktische Orientierung gedacht. Sie zeigt typische Spurenelement-Schwerpunkte verschiedener Gemüsearten und hilft dabei, Gemüse bewusster auszuwählen und abwechslungsreicher zu kombinieren.

Was sind Spurenelemente?

Spurenelemente sind Mineralstoffe, die der Körper nur in sehr kleinen Mengen benötigt. Trotz dieser geringen Mengen übernehmen sie wichtige Aufgaben im Stoffwechsel. Eisen ist zum Beispiel für den Sauerstofftransport und die Blutbildung wichtig. Zink spielt eine Rolle für Immunsystem, Haut, Wundheilung und zahlreiche Enzyme. Kupfer ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Mangan trägt unter anderem zu enzymatischen Funktionen bei. Selen ist Bestandteil bestimmter antioxidativer Enzymsysteme. Jod wird für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt.

Im Gegensatz zu Vitaminen sind Spurenelemente anorganisch und werden durch Hitze nicht zerstört. Sie können aber beim Kochen teilweise ins Kochwasser übergehen. Außerdem ist die Aufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln nicht immer gleich hoch. Pflanzliches Eisen wird beispielsweise anders aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern, während bestimmte Pflanzenstoffe wie Phytate die Aufnahme einzelner Spurenelemente erschweren können. Deshalb ist nicht nur der Gehalt eines einzelnen Lebensmittels wichtig, sondern die gesamte Mahlzeit.

Spurenelemente Tabelle für Gemüse pro 100 g

Die folgende Tabelle zeigt typische Spurenelement-Schwerpunkte beliebter Gemüsesorten, Hülsenfrüchte und gemüsenaher Lebensmittel. Die Angaben sind bewusst als Orientierung formuliert, weil exakte Mengen je nach Herkunft, Boden, Sorte, Wassergehalt, Verarbeitung und Zubereitung abweichen können. Bei Hülsenfrüchten beziehen sich die Angaben auf gekochte beziehungsweise verzehrfertige Ware, da diese Form im Alltag am häufigsten verwendet wird.

Spurenelemente Tabelle Gemüse pro 100 g

Gemüse Wichtige Spurenelemente Einordnung
Spinat Eisen, Mangan, Kupfer, Zink grünes Blattgemüse mit breitem Mikronährstoffprofil
Mangold Eisen, Mangan, Kupfer, Zink mineralstoffreiches Blattgemüse, ähnlich wie Spinat verwendbar
Grünkohl Eisen, Mangan, Kupfer, Zink nährstoffreiches Kohlgemüse mit vielen Mikronährstoffen
Feldsalat Eisen, Mangan, Zink leichtes Blattgemüse mit nennenswertem Eisenanteil
Rucola Eisen, Mangan, Kupfer würziges Blattgemüse, nährstoffreicher als viele Kopfsalate
Kopfsalat geringe Mengen Eisen und Mangan wasserreich, eher moderater Spurenelementgehalt
Brokkoli Eisen, Zink, Mangan, Kupfer beliebtes Kohlgemüse mit guter Nährstoffdichte
Rosenkohl Eisen, Mangan, Zink, Kupfer kräftiges Wintergemüse mit guten Mikronährstoffwerten
Blumenkohl Mangan, Eisen, Zink mildes Kohlgemüse mit moderatem Spurenelementprofil
Kohlrabi Eisen, Mangan, Kupfer mildes Kohlgemüse, roh und gekocht gut nutzbar
Weißkohl Mangan, Eisen, Kupfer klassisches Kohlgemüse, auch fermentiert als Sauerkraut
Rotkohl Eisen, Mangan, Kupfer farbstoffreiches Kohlgemüse mit sekundären Pflanzenstoffen
Wirsing Eisen, Mangan, Kupfer kräftiges Kohlgemüse für Eintöpfe und Beilagen
Sauerkraut Eisen, Mangan, Kupfer fermentierter Kohl, je nach Herstellung salzreicher
Karotten Mangan, Eisen, Kupfer alltagstaugliches Wurzelgemüse mit moderatem Profil
Rote Bete Eisen, Mangan, Kupfer erdig-süßes Gemüse mit nennenswertem Mikronährstoffprofil
Pastinaken Mangan, Zink, Eisen, Kupfer sättigendes Wurzelgemüse mit mehr Trockenmasse
Schwarzwurzel Eisen, Mangan, Kupfer, Zink ballaststoff- und mikronährstoffreiches Wurzelgemüse
Sellerieknolle Mangan, Eisen, Kupfer aromatisches Wurzelgemüse für Suppen und Pürees
Topinambur Eisen, Kupfer, Mangan knollenartiges Gemüse mit besonderer Zusammensetzung
Kartoffeln, gekocht Eisen, Zink, Kupfer, Mangan durch Portionsgröße im Alltag relevant
Süßkartoffeln Mangan, Kupfer, Eisen stärkehaltiges Gemüse mit Carotinoiden und Mikronährstoffen
Hokkaido-Kürbis Eisen, Mangan, Kupfer fester Kürbis mit besserer Nährstoffdichte als sehr wasserreiche Sorten
Butternut-Kürbis Mangan, Eisen, Kupfer mild-süßlicher Kürbis mit moderatem Profil
Tomaten Eisen, Mangan, Kupfer in kleinen Mengen alltagstaugliches Fruchtgemüse, eher moderat
Paprika, rot Eisen, Mangan, Kupfer vitaminreich, Spurenelemente eher moderat
Paprika, grün Eisen, Mangan, Kupfer wasserreiches Fruchtgemüse mit moderatem Spurenelementprofil
Zucchini Mangan, Eisen, Kupfer in kleinen Mengen leichtes Gemüse, eher kein Spurenelement-Spitzenreiter
Gurke sehr geringe Mengen Eisen und Mangan sehr wasserreich, niedriger Spurenelementgehalt
Aubergine Mangan, Eisen, Kupfer moderates Profil, Zubereitung stark entscheidend
Spargel Eisen, Zink, Kupfer, Mangan saisonales Gemüse mit moderatem Mikronährstoffprofil
Lauch Eisen, Mangan, Kupfer würziges Gemüse für Suppen und Pfannen
Zwiebeln geringe Mengen Eisen, Mangan, Kupfer meist Gewürzgemüse in kleineren Mengen
Knoblauch Mangan, Selen, Kupfer pro 100 g interessant, typische Portion sehr klein
Champignons Selen, Kupfer, Zink Pilze, häufig wie Gemüse verwendet, je nach Herkunft interessant
Austernpilze Kupfer, Zink, Selen Pilze mit eigenem Spurenelementprofil
Shiitake Kupfer, Selen, Zink aromatischer Pilz, je nach Herkunft mineralstoffreich
Erbsen, gegart Eisen, Zink, Mangan, Kupfer stärke- und eiweißreicher als viele Gemüsearten
Grüne Bohnen, gegart Eisen, Mangan, Kupfer, Zink moderates Spurenelementprofil, gegart verzehren
Linsen, gekocht Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän Hülsenfrucht mit hoher Spurenelementdichte
Kichererbsen, gekocht Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän sättigende Hülsenfrucht mit vielen Mikronährstoffen
Kidneybohnen, gekocht Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän mineralstoffreiche Hülsenfrucht für Eintöpfe und Bowls
Weiße Bohnen, gekocht Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän eiweiß-, ballaststoff- und spurenelementreich
Sojabohnen, gekocht Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän besonders nährstoffreiche Hülsenfrucht
Petersilie Eisen, Mangan, Kupfer, Zink sehr nährstoffreiches Küchenkraut, typische Portion klein
Algen, getrocknet Jod, Eisen, Zink sehr jodreich möglich, stark produkt- und mengenabhängig

Spurenelementwerte sind Durchschnittswerte beziehungsweise typische Nährstoff-Schwerpunkte und können je nach Sorte, Hersteller, Rezeptur, Boden, Herkunft, Reifegrad, Wassergehalt, Verarbeitung, Zubereitung und Portionsgröße abweichen.

Eisen in Gemüse und Hülsenfrüchten

Eisen ist eines der bekanntesten Spurenelemente. Es wird für den Sauerstofftransport im Blut und viele Stoffwechselprozesse benötigt. Pflanzliche Lebensmittel enthalten sogenanntes Nicht-Häm-Eisen. Dieses wird vom Körper anders aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Gemüsearten wie Spinat, Mangold, Grünkohl, Feldsalat, Rote Bete, Schwarzwurzel und Petersilie können Eisen liefern. Besonders relevant sind jedoch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Sojabohnen und Erbsen, weil sie pro Portion oft deutlich mehr beitragen als sehr wasserreiches Gemüse.

Für die Aufnahme pflanzlichen Eisens ist die Kombination der Mahlzeit wichtig. Vitamin C kann die Eisenaufnahme verbessern. Deshalb sind Kombinationen aus eisenhaltigen Hülsenfrüchten und vitamin-C-reichem Gemüse besonders sinnvoll. Beispiele sind Linsensalat mit Paprika, Kichererbsen-Bowl mit Brokkoli, Bohnen-Eintopf mit Kohl oder Spinatgericht mit Zitronensaft. Kaffee, schwarzer Tee oder sehr phytatreiche Komponenten können die Aufnahme einzelner Mineralstoffe beeinflussen, weshalb es sinnvoll sein kann, eisenreiche Mahlzeiten abwechslungsreich zu gestalten.

Zink in Gemüse: Vor allem Hülsenfrüchte und Pilze beachten

Zink kommt in vielen Lebensmitteln vor, ist in Gemüse jedoch meist nur in moderaten Mengen enthalten. Interessanter sind Hülsenfrüchte, Pilze und einige grüne Gemüsearten. Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Sojabohnen, Erbsen, Champignons, Austernpilze und Shiitake können zur Zinkversorgung beitragen. Auch Brokkoli, Rosenkohl, Spargel und Kartoffeln enthalten kleinere Mengen.

Wer seine Zinkzufuhr über pflanzliche Lebensmittel verbessern möchte, sollte Gemüse nicht isoliert betrachten. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten. Eine Bowl mit Bohnen, Vollkornreis, Brokkoli, Pilzen und Kürbiskernen liefert deutlich mehr Zink als ein einfacher Gurken-Tomaten-Salat. Gemüse bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil, aber die stärkeren pflanzlichen Zinkquellen liegen häufig außerhalb der klassischen Gemüsegruppe.

Kupfer und Mangan: Häufig unterschätzte Spurenelemente

Kupfer und Mangan werden seltener thematisiert als Eisen oder Zink, sind aber ebenfalls wichtige Spurenelemente. Mangan kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor, darunter Blattgemüse, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen. Kupfer findet sich ebenfalls in verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln, besonders in Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Pilzen und einigen Gemüsearten.

Bei Gemüse sind Spinat, Mangold, Grünkohl, Rote Bete, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Kürbis, Brokkoli, Rosenkohl und Hülsenfrüchte interessant. Für die Praxis bedeutet das: Eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen kann mehrere Spurenelemente gleichzeitig abdecken. Einzelne Gemüsearten müssen dabei nicht als isolierte Spitzenreiter betrachtet werden.

Selen in Gemüse und Pilzen

Selen ist ein Spurenelement, dessen Gehalt in pflanzlichen Lebensmitteln stark vom Boden abhängt. Gemüse kann Selen enthalten, ist aber nicht immer die zuverlässigste Quelle. Pilze wie Champignons, Shiitake oder Austernpilze können je nach Herkunft interessante Mengen liefern. Auch Knoblauch wird häufig als selenhaltiges Lebensmittel genannt, allerdings sind typische Portionsgrößen sehr klein.

Da Selengehalte bei pflanzlichen Lebensmitteln stark schwanken, sollte Gemüse hier vor allem als möglicher Beitrag gesehen werden und nicht als alleinige Hauptquelle. Je nach Ernährungsweise spielen auch Eier, Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Nüsse oder angereicherte Produkte eine Rolle. Wer sich vegan ernährt oder gezielt auf Selen achten muss, sollte die Versorgung besonders bewusst planen und bei Unsicherheit fachlichen Rat einholen.

Jod in Gemüse: Warum die Versorgung besonders ist

Jod ist ein Sonderfall unter den Spurenelementen. Klassisches Gemüse enthält meist nur geringe und stark schwankende Mengen. Der Jodgehalt hängt stark vom Boden und von der Umgebung ab. Besonders jodreich können Algen sein, allerdings schwanken die Werte dort extrem. Manche getrockneten Algen enthalten so viel Jod, dass bereits kleine Mengen sehr hohe Aufnahmen ermöglichen. Deshalb sollten Algenprodukte bewusst dosiert und nach Herstellerangaben verwendet werden.

Für die allgemeine Jodversorgung spielen in Deutschland vor allem jodiertes Speisesalz, Seefisch, Meeresprodukte, Milchprodukte und Eier eine wichtige Rolle. Gemüse allein ist für Jod meist keine verlässliche Quelle. In einer Spurenelemente Tabelle für Gemüse ist es deshalb wichtig, Jod realistisch einzuordnen: Algen können sehr jodreich sein, klassisches Gemüse dagegen meist nicht.

Molybdän und Chrom: Kleine Mengen, große Bedeutung

Chrom und Molybdän werden nur in sehr kleinen Mengen benötigt, sind aber Bestandteil wichtiger Stoffwechselprozesse. Molybdän kommt in pflanzlichen Lebensmitteln vor, besonders in Hülsenfrüchten, Getreide und einigen Gemüsen. Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Sojabohnen sind deshalb auch in dieser Hinsicht interessant. Chrom ist ebenfalls ein Spurenelement, dessen genaue Gehalte in Lebensmitteln schwanken können.

Für die praktische Ernährung ist bei diesen Spurenelementen weniger ein einzelnes Gemüse entscheidend, sondern eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse, Nüsse und Samen ergänzen sich. Wer viele stark verarbeitete Lebensmittel isst und wenig pflanzliche Vielfalt einbaut, nutzt dieses Potenzial weniger gut.

Die spurenelementreichsten Gemüse und Hülsenfrüchte im Überblick

Besonders interessante Gemüse und Hülsenfrüchte

  1. Linsen – Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Molybdän
  2. Kichererbsen – Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Molybdän
  3. Bohnen – Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Molybdän
  4. Sojabohnen – Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Molybdän
  5. Spinat – Eisen, Mangan, Kupfer und Zink
  6. Mangold – Eisen, Mangan, Kupfer und Zink
  7. Grünkohl – Eisen, Mangan, Kupfer und Zink
  8. Pilze – je nach Sorte Selen, Kupfer und Zink

Diese Übersicht zeigt, dass besonders Hülsenfrüchte und grüne Blattgemüse für Spurenelemente interessant sind. Klassisches wasserreiches Gemüse wie Gurke oder Zucchini liefert zwar Frische und Volumen, ist bei Spurenelementen aber weniger stark. Dadurch entsteht kein Widerspruch: Wasserreiches Gemüse ist leicht und alltagstauglich, während Hülsenfrüchte, Blattgemüse und Pilze die Nährstoffdichte erhöhen können.

Wasserreiches Gemüse: Weniger Spurenelemente, trotzdem wichtig

Gurke, Zucchini, Tomaten, Paprika und Blattsalat enthalten pro 100 Gramm oft weniger Spurenelemente als Hülsenfrüchte, Pilze oder grünes Blattgemüse. Das liegt vor allem am hohen Wasseranteil. Trotzdem sind diese Gemüsearten wertvoll. Sie liefern Volumen, Geschmack, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und können Mahlzeiten kalorienarm vergrößern. Außerdem werden sie oft in größeren Mengen gegessen.

Für eine nährstoffreiche Ernährung kommt es auf die Kombination an. Ein einfacher Gurkensalat ist leicht und frisch, liefert aber weniger Spurenelemente als ein Salat mit Linsen, Feldsalat, Paprika, Petersilie und Kürbiskernen. Eine Gemüsepfanne mit Zucchini wird nährstoffreicher, wenn Pilze, Brokkoli, Bohnen oder Kichererbsen ergänzt werden. So lassen sich leichte und nährstoffdichte Komponenten sinnvoll verbinden.

Zubereitung und Bioverfügbarkeit von Spurenelementen

Spurenelemente werden durch Hitze nicht zerstört, können aber beim Kochen teilweise ins Kochwasser übergehen. Besonders bei Gemüse, das lange in viel Wasser gekocht wird, kann ein Teil der Mineralstoffe im Wasser landen. Wenn dieses Wasser weggeschüttet wird, gehen auch Nährstoffe verloren. Schonendere Zubereitungsarten wie Dünsten, Dämpfen, kurzes Garen oder die Verwendung des Kochwassers in Suppen und Saucen sind daher sinnvoll.

Die Bioverfügbarkeit ist bei Spurenelementen besonders wichtig. Pflanzliches Eisen wird besser aufgenommen, wenn gleichzeitig Vitamin C vorhanden ist. Deshalb passen Paprika, Brokkoli, Kohlrabi, Zitrone oder Beeren gut zu eisenhaltigen Hülsenfrüchten und Blattgemüse. Bei Hülsenfrüchten können Einweichen, Keimen oder ausreichendes Garen die Bekömmlichkeit verbessern. Gleichzeitig liefern gerade Hülsenfrüchte besonders viele Spurenelemente und sollten daher nicht wegen einzelner Aufnahmehemmnisse gemieden werden.

Spurenelemente bei vegetarischer und veganer Ernährung

Bei vegetarischer und veganer Ernährung spielen pflanzliche Quellen für Eisen, Zink, Selen und Jod eine besondere Rolle. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, Gemüse und Pilze können wichtige Beiträge leisten. Gemüse allein reicht jedoch nicht immer aus, um alle kritischen Spurenelemente zuverlässig abzudecken. Besonders Jod und Selen sollten bewusst berücksichtigt werden, weil ihre Gehalte in pflanzlichen Lebensmitteln stark schwanken können.

Für pflanzliche Ernährungsformen sind Kombinationen wichtig. Linsen mit Paprika, Bohnen mit Tomaten und Brokkoli, Kichererbsen mit Petersilie oder Vollkornprodukte mit Gemüse und Samen liefern ein deutlich breiteres Nährstoffprofil als sehr einseitige Mahlzeiten. Wer sich vegan ernährt, sollte außerdem auf eine gesicherte Versorgung mit Vitamin B12 achten; das gehört zwar nicht zu den Spurenelementen, ist aber bei veganer Ernährung besonders wichtig.

So nutzt du die Spurenelemente Tabelle für Gemüse richtig

Die Spurenelemente Tabelle für Gemüse eignet sich am besten als Orientierung für Lebensmittelgruppen. Wenn du mehr pflanzliches Eisen und Zink einbauen möchtest, sind Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Pilze und Kohlgemüse gute Ausgangspunkte. Wenn du Mangan und Kupfer berücksichtigen möchtest, spielen ebenfalls Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse, Blattgemüse und Pilze eine Rolle. Für Jod solltest du klassisches Gemüse nicht überschätzen; hier sind Algen zwar potenziell sehr jodreich, müssen aber wegen stark schwankender Werte vorsichtig dosiert werden.

Für den Alltag ist eine einfache Regel hilfreich: Je abwechslungsreicher die Gemüseauswahl, desto breiter das Mikronährstoffspektrum. Grüne Blattgemüse, Kohlgemüse, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte, Pilze und Kräuter ergänzen sich gut. Eine nährstoffreiche Mahlzeit kann zum Beispiel aus Linsen, Brokkoli, Spinat, Paprika und Vollkornbeilage bestehen. Eine andere Möglichkeit ist eine Bowl mit Kichererbsen, Feldsalat, Roter Bete, Pilzen und Petersilie. So werden verschiedene Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe kombiniert.

FAQ – Spurenelemente Tabelle für Gemüse

Welches Gemüse enthält besonders viele Spurenelemente?

Besonders interessant sind Spinat, Mangold, Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Pilze und Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen. Sie liefern je nach Sorte Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen oder Molybdän.

Welches Gemüse enthält viel Eisen?

Eisen kommt unter anderem in Spinat, Mangold, Grünkohl, Feldsalat, Roter Bete, Schwarzwurzeln und Petersilie vor. Besonders relevant sind außerdem Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Erbsen.

Welche Gemüse liefern Zink?

Zink findet sich in kleineren bis moderaten Mengen in Brokkoli, Rosenkohl, Spargel, Kartoffeln, Pilzen und vor allem in Hülsenfrüchten wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Sojabohnen.

Ist Gemüse eine gute Jodquelle?

Klassisches Gemüse ist meist keine zuverlässige Jodquelle, weil der Jodgehalt stark vom Boden abhängt. Sehr jodreich können Algen sein, deren Jodgehalte jedoch stark schwanken und deshalb vorsichtig dosiert werden sollten.

Verbessert Vitamin C die Eisenaufnahme aus Gemüse?

Ja, Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern. Deshalb sind Kombinationen aus eisenhaltigen Hülsenfrüchten oder Blattgemüse mit Paprika, Brokkoli, Kohlrabi, Zitrone oder anderen vitamin-C-reichen Lebensmitteln sinnvoll.

Quellen und weiterführende Informationen

Über diesen Artikel

Dieser Artikel wurde redaktionell erstellt und sorgfältig auf Verständlichkeit, sachliche Richtigkeit und praktische Nutzbarkeit geprüft. Die Angaben zu Spurenelementen dienen als Orientierung und können je nach Gemüsesorte, Hersteller, Rezeptur, Boden, Herkunft, Reifegrad, Wassergehalt, Verarbeitung, Zubereitung und Portionsgröße abweichen.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand der Informationen: Juni 2026