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Vitamintabelle Nüsse: Vitamine in Mandeln, Walnüssen, Cashews und mehr pro 100 g

Vitamintabelle NüsseNüsse gelten seit Langem als besonders nährstoffreiche Lebensmittel – und das zu Recht. Neben gesunden Fetten, pflanzlichem Eiweiß und Mineralstoffen liefern sie eine beachtliche Palette an Vitaminen, die für den menschlichen Organismus unverzichtbar sind. Die Vitamintabelle für Nüsse gibt dir einen strukturierten Überblick darüber, welche Vitamine in Mandeln, Walnüssen, Cashews, Haselnüssen, Paranüssen und weiteren Nusssorten pro 100 g enthalten sind. Ob du gezielt auf bestimmte Vitamine achtest, deine Ernährung ergänzen möchtest oder einfach neugierig bist, welche Nuss wofür besonders wertvoll ist – diese Übersicht liefert dir die Antworten.

Besonders interessant ist dabei die Vielfalt: Jede Nusssorte hat ihr eigenes Vitaminprofil. Mandeln beispielsweise sind außergewöhnlich reich an Vitamin E, während Walnüsse mit einem hohen Gehalt an B-Vitaminen und gleichzeitig wertvollen Omega-3-Fettsäuren punkten. Paranüsse wiederum fallen eher durch ihren Selengehalt auf, der streng genommen ein Mineralstoff ist, aber im Zusammenspiel mit Vitamin E eine wichtige antioxidative Rolle spielt. Die folgende Tabelle und die begleitenden Erklärungen helfen dir, die Vitaminwerte der einzelnen Nusssorten richtig einzuordnen.

Warum Nüsse als Vitaminquelle so wertvoll sind

Nüsse sind aus ernährungsphysiologischer Sicht eine besonders konzentrierte Nährstoffquelle. Ihr niedriger Wassergehalt sorgt dafür, dass Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe auf relativ geringem Gewicht sehr dicht gepackt sind. Das bedeutet: Schon eine kleine Handvoll Nüsse – rund 25 bis 30 g – kann einen nennenswerten Beitrag zur täglichen Vitaminversorgung leisten, ohne dass dabei große Mengen gegessen werden müssen.

Besonders hervorzuheben ist der Vitamin-E-Gehalt vieler Nusssorten. Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans, das Zellen vor oxidativem Stress schützt und eine wichtige Rolle für das Immunsystem sowie die Hautgesundheit spielt. Da Nüsse von Natur aus fettreich sind, kommen fettlösliche Vitamine wie Vitamin E und in geringerem Maß auch Vitamin K gut zur Geltung. Gleichzeitig liefern Nüsse wasserlösliche B-Vitamine wie Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Niacin (B3), Pantothensäure (B5), Pyridoxin (B6) und Folat (B9), die für den Energiestoffwechsel und das Nervensystem essenziell sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich eine kleine Handvoll Nüsse als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu sich zu nehmen. Nüsse sind damit nicht nur als gelegentlicher Snack, sondern als fester Bestandteil einer nährstoffreichen Ernährung empfehlenswert.

Vitamintabelle Nüsse – Vitamine pro 100 g

Vitamin E in Nüssen pro 100 g

Nusssorte Vitamin E ca. Einordnung
Mandeln 26 mg Höchster Vitamin-E-Gehalt aller Nüsse
Haselnüsse 15 mg Sehr gute Vitamin-E-Quelle
Paranüsse 7 mg Guter Vitamin-E-Gehalt, zusätzlich sehr selenreich
Erdnüsse 8 mg Guter Beitrag zur täglichen Versorgung
Pinienkerne 9 mg Unterschätzte Vitamin-E-Quelle
Cashewkerne 1 mg Niedrig im Vergleich zu anderen Nüssen
Walnüsse 2 mg Punkten eher mit B-Vitaminen und Omega-3
Macadamianüsse 1 mg Eher gering, dafür reich an einfach ungesättigten Fetten
Pistazien 3 mg Moderater Vitamin-E-Gehalt
Pekannüsse 2 mg Ähnlich wie Walnüsse

Vitaminwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Hersteller, Lagerung, Reifegrad, Verarbeitung und Zubereitung abweichen.

B-Vitamine in Nüssen pro 100 g

Nusssorte Thiamin B1 ca. Niacin B3 ca. Folat B9 ca. Einordnung
Erdnüsse 0,6 mg 14 mg 240 µg Herausragend bei Niacin und Folat
Pistazien 0,9 mg 1,3 mg 51 µg Bester Thiamin-Gehalt aller Nüsse
Cashewkerne 0,4 mg 1,4 mg 69 µg Gute Folatquelle unter den Nüssen
Walnüsse 0,3 mg 1,1 mg 98 µg Guter Folatgehalt, wertvoll in der Schwangerschaft
Mandeln 0,2 mg 3,4 mg 44 µg Solider Niacin-Gehalt
Haselnüsse 0,4 mg 1,2 mg 72 µg Gute Folatquelle
Pinienkerne 0,4 mg 4,4 mg 57 µg Hoher Niacin-Gehalt für eine Nuss
Paranüsse 0,6 mg 0,3 mg 22 µg Stark bei Thiamin, schwächer bei Niacin
Macadamianüsse 1,2 mg 2,5 mg 11 µg Thiamin-Spitzenreiter unter allen Nüssen
Pekannüsse 0,7 mg 1,2 mg 22 µg Guter Thiamin-Gehalt

Vitaminwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Hersteller, Lagerung, Reifegrad, Verarbeitung und Zubereitung abweichen.

Vitamin E: Das Markenzeichen der Nüsse

Unter allen Vitaminen sticht Vitamin E bei Nüssen am deutlichsten hervor. Mandeln sind mit rund 26 mg Vitamin E pro 100 g die absoluten Spitzenreiter und gehören damit zu den besten natürlichen Vitamin-E-Quellen überhaupt. Der empfohlene Tagesbedarf für Erwachsene liegt laut DGE bei 11–15 mg, je nach Alter und Geschlecht – eine kleine Handvoll Mandeln (ca. 25 g) deckt damit bereits einen beachtlichen Teil des Tagesbedarfs.

Auch Haselnüsse mit rund 15 mg und Pinienkerne mit etwa 9 mg pro 100 g sind hervorragende Vitamin-E-Lieferanten. Da Vitamin E fettlöslich ist, wird es in Kombination mit dem natürlich vorhandenen Fett in Nüssen besonders gut vom Körper aufgenommen. Walnüsse, Cashews und Macadamianüsse liefern dagegen deutlich weniger Vitamin E – sie punkten dafür mit anderen Nährstoffen wie B-Vitaminen oder einem besonders günstigen Fettsäureprofil.

B-Vitamine in Nüssen: Unterschätzte Energielieferanten

B-Vitamine spielen eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel, bei der Funktion des Nervensystems und bei der Blutbildung. In Nüssen kommen sie zwar nicht in so hohen Konzentrationen vor wie in tierischen Lebensmitteln, liefern aber dennoch einen wertvollen Beitrag zur täglichen Versorgung – insbesondere bei einer pflanzlichen Ernährung.

Erdnüsse – botanisch gesehen Hülsenfrüchte, im Alltag aber wie Nüsse verwendet – stechen mit einem außergewöhnlich hohen Niacin- (B3) und Folatgehalt (B9) hervor. Niacin ist wichtig für den Energiestoffwechsel und die Zellfunktion, Folat spielt eine besondere Rolle bei der Zellteilung und ist vor allem in der Schwangerschaft unverzichtbar. Pistazien wiederum liefern den höchsten Thiamin-Gehalt (B1) unter den klassischen Nüssen – Thiamin wird für die Verwertung von Kohlenhydraten und die Nervenfunktion benötigt.

Walnüsse fallen mit ihrem vergleichsweise guten Folatgehalt von rund 98 µg pro 100 g auf. Zusammen mit ihrem hohen Gehalt an alpha-Linolensäure, einer pflanzlichen Omega-3-Fettsäure, machen sie Walnüsse zu einer besonders wertvollen Nuss für eine herzgesunde und nährstoffreiche Ernährung.

Rösten, Salzen, Verarbeiten: Was mit den Vitaminen passiert

Viele Nüsse werden nicht roh, sondern geröstet oder gesalzen verzehrt. Das Rösten bei hohen Temperaturen kann insbesondere hitzeempfindliche Vitamine wie Thiamin (B1) und Folat (B9) teilweise reduzieren. Vitamin E hingegen ist vergleichsweise hitzestabil und bleibt beim schonenden Rösten weitgehend erhalten. Wer also gezielt auf den Vitamingehalt achtet, greift besser zu rohen oder nur leicht gerösteten Nüssen ohne Salzzusatz.

Auch die Lagerung spielt eine Rolle: Nüsse sollten kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden, da Licht und Wärme den Abbau von Vitaminen – insbesondere Vitamin E – beschleunigen können. Vakuumverpackte oder in dunklen Dosen gelagerte Nüsse behalten ihre Vitamine deutlich länger als offen gelagertes Nussmix aus Plastikschalen.

Nüsse in der täglichen Ernährung: Praktische Hinweise

Nüsse sind kalorienreich – rund 550 bis 700 kcal pro 100 g – und sollten daher in moderaten Mengen verzehrt werden. Die empfohlene Tagesportion von etwa 25–30 g liefert bereits eine gute Menge an Vitaminen und gesunden Fetten, ohne die Kalorienbilanz übermäßig zu belasten. Eine Handvoll Nüsse als Zwischenmahlzeit, als Topping auf Salat oder Porridge oder als Zutat in Müsli und Backwaren ist eine einfache Möglichkeit, die tägliche Vitaminversorgung auf natürliche Weise zu verbessern.

Wer auf bestimmte Vitamine abzielt, kann gezielt kombinieren: Mandeln oder Haselnüsse für Vitamin E, Erdnüsse oder Pistazien für B-Vitamine, Walnüsse für Folat und Omega-3-Fettsäuren. Eine bunte Mischung verschiedener Nusssorten sorgt für ein breites Vitaminspektrum und macht die tägliche Nussration abwechslungsreich.

Die vitaminreichsten Nüsse im Überblick

  1. Mandeln – Vitamin-E-Spitzenreiter (ca. 26 mg/100 g)
  2. Haselnüsse – sehr hoher Vitamin-E-Gehalt (ca. 15 mg/100 g)
  3. Macadamianüsse – höchster Thiamin-Gehalt (ca. 1,2 mg/100 g)
  4. Pistazien – bester Thiamin-Wert unter klassischen Nüssen (ca. 0,9 mg/100 g)
  5. Erdnüsse – herausragend bei Niacin (ca. 14 mg/100 g) und Folat (ca. 240 µg/100 g)
  6. Pinienkerne – guter Vitamin-E- und Niacin-Gehalt
  7. Walnüsse – bester Folatgehalt unter den Baumnüssen (ca. 98 µg/100 g)
  8. Cashewkerne – solide Folatquelle (ca. 69 µg/100 g)
  9. Haselnüsse – ebenfalls gute Folatquelle (ca. 72 µg/100 g)
  10. Paranüsse – guter Thiamin- und Vitamin-E-Gehalt, zusätzlich selenreich

FAQ – Vitamintabelle Nüsse

Welche Nuss hat den höchsten Vitamingehalt?

Das hängt davon ab, welches Vitamin gemeint ist. Bei Vitamin E sind Mandeln mit rund 26 mg pro 100 g unangefochten die Nummer eins. Bei B-Vitaminen stechen Erdnüsse mit einem sehr hohen Niacin- und Folatgehalt hervor, während Pistazien und Macadamianüsse den höchsten Thiamingehalt liefern. Walnüsse punkten mit dem besten Folatgehalt unter den klassischen Baumnüssen. Eine Mischung verschiedener Nüsse liefert das breiteste Vitaminspektrum.

Wie viele Nüsse sollte man täglich essen, um von den Vitaminen zu profitieren?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa eine kleine Handvoll Nüsse pro Tag, also rund 25–30 g. Diese Menge liefert bereits einen nennenswerten Beitrag zur täglichen Vitaminversorgung – insbesondere bei Vitamin E und B-Vitaminen – ohne die Kalorienbilanz übermäßig zu belasten. Nüsse sind kalorienreich, weshalb größere Mengen entsprechend eingerechnet werden sollten.

Verlieren Nüsse beim Rösten ihre Vitamine?

Teilweise ja. Hitzeempfindliche Vitamine wie Thiamin (B1) und Folat (B9) können beim Rösten bei hohen Temperaturen reduziert werden. Vitamin E ist dagegen vergleichsweise hitzestabil und bleibt beim schonenden Rösten weitgehend erhalten. Wer gezielt den vollen Vitamingehalt nutzen möchte, greift besser zu rohen Nüssen. Leicht geröstete Varianten ohne Salzzusatz sind ein guter Kompromiss zwischen Geschmack und Nährstofferhalt.

Sind Erdnüsse wirklich Nüsse und warum tauchen sie in der Tabelle auf?

Botanisch gesehen sind Erdnüsse keine echten Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Im alltäglichen Sprachgebrauch und in der Ernährungspraxis werden sie jedoch wie Nüsse verwendet und verzehrt. Ihr Nährwertprofil – insbesondere der hohe Gehalt an Niacin, Folat und Thiamin – macht sie zu einer der vitaminreichsten „Nüsse“ überhaupt, weshalb sie in dieser Tabelle bewusst mit aufgeführt werden.

Welche Nuss eignet sich besonders für Schwangere?

Walnüsse und Haselnüsse sind aufgrund ihres vergleichsweise hohen Folatgehalts (B9) besonders interessant für Schwangere, da Folat eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und der Entwicklung des Nervensystems des Kindes spielt. Erdnüsse haben sogar den höchsten Folatgehalt aller hier aufgeführten Nusssorten. Generell gilt jedoch, dass der Folatbedarf in der Schwangerschaft so hoch ist, dass er allein über Lebensmittel oft nicht vollständig gedeckt werden kann – eine ärztliche Beratung zur Supplementierung ist empfehlenswert.

Quellen und weiterführende Informationen

Über diesen Artikel

Dieser Artikel wurde redaktionell erstellt und sorgfältig auf Verständlichkeit, sachliche Richtigkeit und praktische Nutzbarkeit geprüft. Die Vitaminangaben dienen als Orientierung und können je nach Sorte, Hersteller, Lagerung, Reifegrad, Verarbeitung und Zubereitung abweichen.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand der Informationen: Juni 2026